sabit gemeinnützige GmbH
Sozial- und Ergotherapie

Sinnvolle Beschäftigung in strukturgebenden und aktivierenden Maßnahmen ist ein bedeutsamer Faktor für die Stabilisierung von suchtkranken Menschen. Tagesstrukturierende Maßnahmen sind daher Kern der Angebote des Therapiezentrums und müssen als Hineinwachsen in den Alltag und Bewältigung von Alltäglichen außerhalb jeglicher Krankenhaus- und Betreuungsstrukturen verstanden werden. Die Angebote richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Menschen und unterscheiden sich in Sozialtherapie und Ergotherapie.

Auch in diesen Bereichen leisten die im Therapiezentrum lebenden Tiere einen wichtigen Part. Im Gegensatz zum Therapeutischen Reiten stehen jedoch die ganz alltäglichen Arbeiten der Pferdehaltung, Pferdepflege und Zucht im Vordergrund. Es geht um Verantwortung und um Verlässlichkeit, aber wiederum auch um Zuwendung und Beziehungsarbeit zu einem sensiblen Geschöpf.

Sozialtherapie
Ziele der Sozialtherapie und der damit verbundenen Tagesstrukturierung sind:
- die Erhaltung oder Wiedererlangung der körperlich-geistigen Kräfte und der sozialen Fähigkeiten,
- die vorhandene Erwerbsminderung zu überwinden oder eine Verschlimmerung zu vermeiden,
- Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden oder zu mindern.

Um diese Ziele zu erreichen wird in einer selbstständigen Lebensführung unterstützt und die persönliche Entwicklung ganzheitlich gefördert. Die qualifizierten Fachkräfte fördern die Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend den indiviuellen Ressourcen, bestärken in der Ausführung von angemessenen Tätigkeiten, entwickeln gemeinsam mit den Hilfesuchenden Zukunftsperspektiven und fangen ihn in Krisensituationen auf.

Ihre Ansprechpartnerin: Peggy Behold

Ergotherapie
Die praktischen Tätigkeiten in der Ergotherapie fungieren als therapeutisches Kommunikationsmittel und haben zum Ziel:
- Entgegenwirken latenter feinmotorischer Störungen und Aufmerksamkeitsstörungen,
- Stärkung des Durchhaltevermögens, der Frustrations- und Kränkungstoleranz,
- Förderung von Selbstwahrnehmung, Realitätswahrnehmung und -prüfung,
- spätere Reintegration in ein selbstständiges Leben.

Konkrete Maßnahmen sind:
- Holz- und Tonwerkstatt,
- Metallbereich,
- Korbflechterei,
- Restaurationen

Bei Gemeinschaftsprojekten geraten auch die jeweiligen Wünsche, Bedürfnisse und Befürchtungen des Einzelnen in das Gemenge von Kooperation und Konkurrenz. Dies trägt gleichzeitig zu einer Nachreifung der Affektwahrnehmung und -differenzierung sowie der Antizipations- und Reflektionsfähigkeit bei.

Aus der Ergotherapie leiten sich auch die Arbeits- und Beschäftigungstherapie ab. Beschäftigung bzw. Arbeit nehmen in unserer Gesellschaft einen großen Stellenwert ein und bieten einen täglichen Lebensrhythmus. Sie können ein Gefühl der Befriedigung vermitteln - vorausgesetzt, dass die Arbeit Kräfte und Fähigkeiten nicht überfordern. Die Arbeit in der Eingliederungshilfe dient nicht dem Lebensunterhalt. Diese, an den Möglichkeiten und Fähigkeiten des Betroffenen orientierte Maßnahme mit sichtbaren Arbeitsergebnissen lenkt vorhandene Energien in konstruktive, produktive und gesunde Bahnen.

Es erfolgt eine Konfrontation mit Auseinandersetzungen und Spannungen am Arbeitsplatz. Auf diese Weise sollen zum einen Fähigkeiten zur Anpassung und Kompromissbildung erlernt und zum anderen zum Führen konfliktbehafteten und unangenehmen Auseinandersetzungen befähigt werden. Ferner wird beim Entwickeln sozialer Fähigkeiten unterstützt, um sich Hilfe zu holen, mit anderen zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Ihre Ansprechpartnerin: Beate Zelaskowski